Dreh- und Wendeskizze

Durch den Umstand, dass das Abzeichnen im Orisport immer unbeliebter wird, ist die Dreh- und Wendeskizze eine vom Aussterben berohte Aufgabenstellung. Glücklicher Weise gibt es in letzter Zeit immer wieder ein paar einzelne Fahrtleiter die sich um die Aufzucht und die Auswilderung dieser Spezies bemühen. Leider sind die Zuchterfolge, Machart mit Tintenstrahldrucker, sehr gering und viele Dreh- und Wendeskizzen erleben den Einsatz nicht.
Wenn diese Aufgabenart überleben soll, muß ein moderner Laserdrucker oder wieder die gute alte Handarbeit zum Einsatz kommen.
Doch genug der Worte, jetzt zur Sache.
Die Dreh- und Wendeskizze ist eine Streckenführung, die auf Folie oder Transparentpapier gebracht werden muß. Der Teilnehmer legt diese Folie auf die Karte und versucht die passende Straße zu finden. Durch drehen und wenden der Folie werden mühsam die einzelnen Abschnitte mit der Karte verglichen und die Strecke in die Karte eingearbeitet.
Es gibt zwei Versionen, eine mit und eine ohne Dreh- und Wendemarken.
Bei der Version mit Dreh- und Wendemarken ist an der Stelle in der Skizze an der gedreht oder die Folie gewendet werden muß ein Punkt oder Querstrich eingezeichnet. Da weis man genau wie lang der zu suchende Abschnitt ist und wann bzw. wo die Folie gereht wird. Bei der zweiten Version ist das etwas schwieriger. Gedreht oder gewendet wird die Folie an der Stelle, an der sie nicht mehr passt. Die Möglichkeiten etwas falsch zu machen sind wesentlich reichhaltiger.
Bei der Dreh- und Wendeskizze kommen die Pinīs oder Stecknadeln zum Einsatz. An dem Drehpunk wird die Folie auf die Karte gepint. Jetzt kann die Folie um den Pin gedreht werden, bis der nächste Abschnitt deckungsgleich mit der Karte ist. Am neuen Drehpunkt wird mit einem weiteren Pin zuerst die Folie gesichert, bevor der erste entfernt wir. So wird ein unbeabsichtigter verschieben verhindert. Sollte durch verdrehen keine Deckungsgleichheit herzustellen sein, ist der nächte Abschnitt gespiegel und die Folie muß gewendet werden. Das heist, die Oberseite der Folie nach unten wenden.
Die Wörter "drehen und wenden" sind jetztso oft gefallen, dass jetzt jeder weis woher der Name kommt.

Ein kleiner Tipp: Das Kartenbrett sollte so weich sein, das man Pinīs hinein drücken kann. (ptd)